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Raum und Klang Der Gesamtklang, man könnte auch von einem ungeteilten Klang sprechen, setzt sich zusammen aus dem: Raumklang und dem Klangraum: Der Raumklang ist physikalischer Natur, der Klangraum in uns dagegen hat metaphysischen Charakter.
Wenn Peter Sloterdijk fragt: "Wo sind wir eigentlich, wenn wir Musik hören?", so verweist er auf einen Klangraum, der kein euklidischer Raum ist; er ist nicht meßbar und damit auch physikalisch nicht abbildbar, er ist nicht erzwingbar, vielmehr eröffnet er sich: ein Resonanzraum im inneren eines jeden Menschen. Was wir hören, ist also nicht der Klang, sondern wir vernehmen eine Beziehung zwischen uns und dem, was wir Klang nennen. Bei Aristoteles heißt es in seinem 3. Buch Über die Seele: "Wenn nun ein Zusammenklang ein Ton ist, und wenn Ton und Gehör in einer Weise eines sind, ... und wenn der Zusammenklang ein Verhältnis ist, so muß ebenso das Hören ein Verhältnis sein." |